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2002 |
Ein Gast
Bin nur ein Gast auf dieser Welt Der kurze Zeit hier Einkehr hält Sich umschaut, wundert, Fragen stellt Und vorsichtig sein Urteil fällt.
Hab Zeit für manches kurze Spiel Und lächle nett, sprecht ihr vom „Ziel“ Sah manchen, dem sein Weg gefiel Der bald darauf in Trübsal fiel.
Ich seh das Treiben, seh die Hast Seh all das Streben ohne Rast Halt mich zurück, fall nicht zur Last Bin hier ja Fremd, bin nur der Gast.
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2002 |
Selbstverschulden
Der Mensch sich selbst sein Unglück baut Gar fleissig Tag für Tag sich müht Sein eignes Tun nicht mehr durchschaut Derweil in Lebenshast verblüht.
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2002 |
Sinn
Wenn nach dem Sinn du mich jetzt fragst, Mir einen Schreck damit einjagst. Mein Tun ist Spiel, mein Denken auch Im meisten Fall befiehlt der Bauch. Der Analyst ist jetzt schon fern Auf seinem Weg zum hellsten Stern Ich lass ihn ziehen, lass ihn reisen Zu oft tat er den Weg vereisen. Nicht klar – doch warm – ist jetzt sein Gang Mit festem Schritt wird mir nicht bang Nur eins kann mich zutiefst erschrecken: Wenn mit dem Sinn kommst du mich necken.
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