Schriften

Lyrik - Eine Auswahl meiner Gedichte


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(Gedichte in dieser Rubrik: 9 )

  2002
Ein Gast

Bin nur ein Gast auf dieser Welt
Der kurze Zeit hier Einkehr hält
Sich umschaut, wundert, Fragen stellt
Und vorsichtig sein Urteil fällt.

Hab Zeit für manches kurze Spiel
Und lächle nett, sprecht ihr vom „Ziel“
Sah manchen, dem sein Weg gefiel
Der bald darauf in Trübsal fiel.

Ich seh das Treiben, seh die Hast
Seh all das Streben ohne Rast
Halt mich zurück, fall nicht zur Last
Bin hier ja Fremd, bin nur der Gast.



  2002
Selbstverschulden

Der Mensch sich selbst sein Unglück baut
Gar fleissig Tag für Tag sich müht
Sein eignes Tun nicht mehr durchschaut
Derweil in Lebenshast verblüht.



  2002
Sinn

Wenn nach dem Sinn du mich jetzt fragst,
Mir einen Schreck damit einjagst.
Mein Tun ist Spiel, mein Denken auch
Im meisten Fall befiehlt der Bauch.
Der Analyst ist jetzt schon fern
Auf seinem Weg zum hellsten Stern
Ich lass ihn ziehen, lass ihn reisen
Zu oft tat er den Weg vereisen.
Nicht klar – doch warm – ist jetzt sein Gang
Mit festem Schritt wird mir nicht bang
Nur eins kann mich zutiefst erschrecken:
Wenn mit dem Sinn kommst du mich necken.



 
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